
|
|
Sehenswürdigkeiten in Wesel |
![]() | |
Sehenswürdigkeiten in WeselPreußen-Museum NRWDas Preußen Museum in Wesel liegt in einem alten Getreidedepot der Weseler Festungszitadelle. Es ist ein sehr sehenswertes und auch informatives Museum. Das Depot wurde früher auch als Körnermagazin bezeichnet. Es ist rund 170 Jahre alt und hat noch historische Kellergewölbe. Die oberen Etagen wurden neu gestaltet und modernisiert. Interessantes findet der Besucher hier über die Preußen und die Geschichte des brandenburgisch-preußischen Rheinlandes. Es ist nicht eine Sammlung über geschichtliche Daten und kaum noch lesbaren Dokumenten, sondern hier wird das leben und der Einfluss der Preußen mit Inszenierungen und audio-visuellen Stationen präsentiert. In den Ausstellungsräumen findet der Besucher unterschiedliche Themen. Zu erwähnen wäre hier das Thema Staat, Regierung, Verwaltung oder Wirtschaft und Gesellschaft. Aber auch Kirche, Schule, Bildung und Militär sollten erwähnt werden. Am Ende des Rundgangs wird die Entwicklung und die Rolle Preußens während der Zeit des Nationalsozialismus dargestellt. Es ist nicht langweilig, sondern sehr spannend dargestellt. Auch wenn es sich zunächst sehr nüchtern anhört. Abgeschlossen wird des mit Nachkriegspreußen. Das Wirtschaftswunder der 50 er Jahre in der Sammlung des Weseler Pfarrers Abresch wird hier gezeigt. Es können Fernsehgeräte, Nierentische, Tütenlampen und Schallplattenschränke bewundert werden. Solche Stücke sind heute nirgendwo mehr zu sehen. Diese Dinge waren nach dem Krieg sehr begehrt. Sie waren in einem für damalige Zeiten modernen Haushalt der Standard. Für Kinder dürfte der Höhepunkt die Nachkriegs-Maus sein. Das ist ein Film aus der Sendung mit der Maus. Er wird hier gezeigt. Mit den Objekten der hiesigen Sammlung wurde er damals gedreht. Historischer StadtkernIm Jahre 1241 hat Wesel die Stadtrechte bekommen. Mitglied der Hanse wurde sie im Jahre 1350. Der Hafen am Rhein stammt aus dem Jahre 1407. Er ist einer der wichtigsten Häfen am Rhein. In der Nähe des Hauptbahnhofs befindet sich das Berliner Tor. Es wurde durch den Hofbaumeister Jean de Bodt als Teil der Stadtbefestigung in den Jahren 1718 bis 1722 erbaut. Es ist ein preußischer Barockbau und das Wahrzeichen der Stadt. Das historische Wasserwerk wurde in den Jahren 1886 bis 1903 errichtet. Es ist ein Industriedenkmal. Hier sind noch die Pumpen, die Dampfmaschinen, die Trafostation und die Motoren vorhanden. das Lutherhaus steht in der Korbmacherstraße und wurde in dem Jahr 1729 erbaut. Vom ehemaligen Clever Tor ist noch ein Fries erhalten. Heute ziert es das Rathaus. Der Willibrordi-Dom befindet sich am Marktplatz. Im Krieg wurde der Dom komplett zerstört, ist aber wieder aufgebaut worden. Errichtet wurde er in Form einer gotischen Basilika. Der erste Holzbau stand auf einem Gräberfeld. In den Jahren 1501 bis 1540 entstand eine fünfschiffige spätgotische Anlage. Der Friesenapostel Willibrord soll die erste Kapelle gegründet haben. Daher ist der Name des Doms abgeleitet. Der Große Markt ist seit mindestens 1.000 Jahre ein Teil der Stadt. Das wurde durch Grabungen für Bodendenkmalpflege bestätigt. Im Büro des Verkehrsvereins kann der Rest eines romanischen Kellers besichtigt werden. In Wesel befindet sich auch das Geburtshaus von Konrad Dudens. Er wurde 1829 hier geboren. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1767. Heute ist es ein Hotel. Eine Erinnerung an den Gründer von New York ist das Peter-Minuit-Denkmal. Es steht in der Moltkestraße. Er hat die Halbinsel Manhattan im Jahre 1626 von den Indianern gekauft. Wesel wurde komplett zu einer Festung umgebaut. die Festungszeit betrug fast 300 Jahre und begann mit dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg. ZitadelleEine Zitadelle ist eine Befestigungsanlage in einer Stadt. In der Zitadelle in Wesel wurde das Preußenmuseum eingerichtet. Es soll der Bogen von der ersten Erwerbung Brandenburgs im Rheinland und in Minden / Westfalen bis zur formellen Auflösung des Staates Preußen im Jahre 1947 gespannt werden. Die strategische Bedeutung der Burgen und Landesburgen ging bereits im 16 Jahrhundert auf die Festungen über. Die Überreste sind der preußischen Festungen sind heute noch sehr beeindruckend. Mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg begann die fast 300-jährige Festungszeit in Wesel. Nach neusten und modernsten Erkenntnissen der damaligen Zeit wurde die gesamte Stadt zu einer Festung umgebaut. Italienische Festungsbaumeister planten und bauten in Wesel. Ein System von Gräben und Bastionen schnürten die Stadt ein. Eine weitere räumliche Entwicklung verhinderten außerdem Gesetze. Das Museum für preußische Geschichte befindet sich im früheren Körnermagazin der preußischen Festungszitadelle. Sie wurde Ende des 17. bis in das 19. Jahrhundert erbaut. Im Kellergeschoß des Körnermagazins sind historische Räume mit Tonnengewölbe. Die Fenster- und Gesimsgliederung der Fassade hat ihr altes Aussehen zurück erhalten. Auch die westlichen Kasemattentore des erhaltenen Zitadellenwalls wurden in den Bau integriert. Das Preußenmuseum ist 1998 eröffnet worden. Sehenswert ist auch das Heimatmuseum Bislich. Inmitten eines Parks aus dem 14 Jahrhundert befindet sich Schloss Diersfordt. Es wurde mehrfach um- und zugebaut. 1928 brannte das zweigeschossige Herrenhaus ab. Ein völlig verändertes Aussehen erhielt es durch den Neubau. Die Schlosskapelle von 1775 im verspielten Rokokostil ist hier besonders sehenswert. Das heutige Hotel Haus Duden ist das Geburtshaus von Konrad Duden. Durch den Festungsgürtel zur Stadt führt das Berliner Tor. Es ist der ehemalige Hauptzugang zur Stadt. Das Schill-Denkmal erinnert an die in Wesel im Jahre 1809 standrechtlich erschossenen Offiziere des gleichnamigen Regiments. Es wurde 1835 nach Plänen von C. F. Schinkels erbaut. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Wesel
Bundesland:
Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:
Düsseldorf
Landkreis:
Wesel
Höhe:
23 m ü. NN
Fläche:
122,53 km²
Einwohner:
60.958
Autokennzeichen:
WES
Vorwahl:
02 810 28 03 0 28 59
Gemeinde-
schlüssel:
05 1 70 048
